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74-jähriger verkaufte Hasch und Koks in Dresden

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Im Alter von 74 Jahren kümmern sich die meisten Opas um ihre Enkelkinder oder basteln im eigenen Hobbyraum oder Garten. Ganz anders der vorbestrafte Witwer, der sich jetzt wegen Drogenhandels vor dem Landgericht verantworten muss.

Der Anklage nach verkaufte der 74-jährige in einem Zeitraum von 9 Monaten fast 70 Kilogramm Marihuana und 400 Gramm Kokain an seine Kunden in Dresden.

Er erzielte einen Umsatz von über 250.000 Euro. Der Senior wurde verraten, als ein bekannter großer Dealer (28) verhaftet wurde. Dieser gab seine Quellen preis, darunter auch der Rentner. Er sitzt seit August 2018 in Untersuchungshaft und nun auf der Anklagebank. Der schwerhörige Senior will sich erst am nächsten Prozesstag äußern.

Seine Anwältin verwies schon im Vornherein auf „Gedächtnislücken“ wegen des fortgeschrittenen Alters. Eine Gutachterin soll zusätzlich prüfen, ob eine Therapie nötig ist oder nicht. Der Staatsanwalt war zunächst überrascht, dass der 74-jährige selbst Kokain konsumierte.

Weiterhin ist unklar, ob für den „Junkie“ überhaupt eine Regelung im sächsischen Maßregelvollzug über eventuelle Therapiemöglichkeiten verankert ist. Es stellt sich die Frage, ob Menschen mit diesem Hintergrund und diesem Alter überhaupt therapiebar sind. Im Notfall müsse ein spezielles Konzept erstellt werden. Der Prozess wird bis auf weiteres fortgesetzt.

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von factum
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